Projekt `Lendenbaum`


Natürliche Bienenhaltung auf höchstem Niveau und aktuellstem Stand der Forschung.

 

Bienen wurden bereits von den Azteken zur Honig und Wachsproduktion gehalten. Anders als domestizierten Haustiere lassen sich unsere Bienen nur bedingt als Haustiere halten. Welche Pflanzen von den Bienen bestäubt werden oder wie sie sich vermehren kann der Imker nur zum Teil steuern. Dennoch haben wir Bienen Jahrhundertelang in für den Menschen praktische Beuten (Bienenkästen) gesperrt. Immer mit dem Fokus, auf noch mehr Honigertrag. Völlig vergessen wurde dabei, was die Bienen natürlicherweise bevorzugen und oder zum Überleben benötigen. Die Bienen werden von einem Grossteil der Imker in kleinen Holzkisten ohne Isolation und Schutz vor der Kälte gehalten. Die in den 80er Jahren eingeschleppte Varroamilbe hat es zudem notwendig gemacht, dass der Boden der Kiste offen ist und noch mehr Kälte in den Bienenstock eindringen kann. Die Angst vor Krankheiten bewegt die Imker dazu die Beuten mit Medikamenten, Chemie und Säuren so zu behandeln, dass sämtliche Kleinstlebewesen und nicht selten damit auch alle Bienen sterben. Diese negativen Einflüsse sorgen zusammen mit dem zunehmend schlechter werdenden Lebensraum dafür, dass in den letzten Jahren viele Völker den Winter nicht mehr überleben. In manchen Regionen beklagen Imker einen Verlust von über 90 %. 

 

Beehappy Bienen dürfen glücklich sein. Wir behandeln unsere Völker bereits jetzt so weit als möglich nur mit biotechnischen Massnahmen. Bienen leben bereits 60 Millionen Jahre ohne den Menschen und wissen was ihnen gut tut. Könnten sie sich für einen Bienenstock entscheiden, so wäre dieser gut isoliert, von Wind und Wetter geschützt in einer Höhe von ca. fünf Meter über dem Boden. Der Lendenbaum schlägt die Brücke zwischen einer möglichst natürlichen Bienenhaltung und der Möglichkeit Honig zu gewinnen. Der ausgehölte Baum kann wie ein gewöhnlicher Bienenkasten gehandhabt werden. Durch die massive Bauweise ist er an seiner dünnsten Stelle 100 mm stark. Im Innern des Baumes kann die Feuchtigkeit durch die Kapillarwirkung des Holzes nach Aussen entweichen. Das Resultat ist ein trockenes ca. 22 Grad warmes Klima wie es die Bienen seit Millionen von Jahren in den hohlen Bäumen der Natur finden. Die spezielle Konstruktion erlaubt es zudem, dass sich Nützlinge wie der Bücherskorpion, der natürliche Feind der Varroamilbe, im Baum ansiedeln. 

 

Nach einem ersten Testlauf im Winter 2019 / 2020 mit vier Testbäumen wird dieses Jahr die Produktion von vollfunktionsfähigen Bienenbäumen starten. Gerne informieren wir euch hier über die Resultate.